Die Farbe deines Ausfluss verrät viel über deine Gesundheit!

Illustration einer Hand, die mit Ausfluss bedeckt ist.

Die Alarmanlage deines Körpers

Ausfluss ist eine Körperfunktion, die uns jede Menge über den Gesundheitszustand verraten kann. Im Laufe des Zyklus verändert sich der Ausfluss in Farbe und Konsistenz, doch es gibt einige Fälle, in denen du dich schleunigst in eine gynäkologische Praxis begeben solltest. Diese natürliche Alarmanlage deines Körpers ist übrigens nur eine von vielen wichtigen Gründen, warum du dich nicht für deinen Ausfluss schämen solltest. Die anderen erfährst du hier. 

Ausflussveränderungen im Laufe des Zyklus

Während des Zyklus ist es ganz normal, dass sich Konsistenz und Farbe deines Ausfluss verändern. Man kann dadurch sogar herausfinden, in welcher Phase des Zyklus man sich gerade befindet. Zusammen mit der täglichen Beobachtung der Basaltemperatur und anderen körperlichen Veränderungen und dem Blick auf dem Kalender ist das Beobachten des Ausfluss, genauer gesagt dem Zervixschleim, ein Bestandteil von Verhütungsmethoden wie NFP.

Farbe und Konsistenz von in der Regel unbedenklichem Ausfluss

Durchsichtig: gesunder Ausfluss, Schwangerschaft, Eisprung, manchmal hormonelle Schwankungen

Weiß: gesunder Ausfluss, wenn er cremig oder klebrig ist.

Diese Arten von Ausfluss solltest du gynäkologisch untersuchen lassen:

Weiß: Wenn die Konsistenz quarkig oder klumpig ist und Juckreiz vorliegt, könntest du eine Pilzinfektion haben.

Gelb-weißlich: Bei vermehrt gelb-weißlichem Ausfluss könnten sexuell übertragbare Krankheiten wie Chlamydien oder Gonokokken die Ursache sein.

Grün-gelb: Bei grün-gelber Farbe und schaumig bis flüssigem Ausfluss, Juckreiz und oft unangenehmen Geruch könnte eine Trichomonaden-Infektion vorliegen.

Gräulicher Ausfluss: Wenn der Ausfluss stark nach Fisch riecht, dann ist das ein Anzeichen für eine bakterielle Vaginose.

Brauner, roter, rosa oder blutiger Ausfluss: Ausfluss mit rötlicher Farbe außerhalb der Menstruation kann viele Ursachen haben. Von Hormonschwankungen bis hin zu ernsthaften Krankheiten, deshalb auch unbedingt abklären.

Noch ein paar Worte zur Hygiene…

Infektionen lassen sich vermeiden, indem man nicht nur Kondome und Lecktücher verwendet, sondern auch durch die richtige Hygiene. Ungewaschene Hände und dreckige Fingernägel haben nichts an der Vulva und in der Vagina zu suchen. Das gilt für dich und deine Sexualpartner*innen. Und wenn du deine Hände nicht nur nach dem Toilettengang waschen, sondern auch  bevor du Menstruationstasse oder Tampon wechselst, bist du auf der sicheren Seite. Wenn es um das Thema Intimhygiene geht, kannst du dich zurücklehnen: Denn Seife gehört nicht an Vulvalippen und schon gar nicht in die Vagina. Sie zerstört im schlimmsten Fall den natürlich schützenden sauren pH-Wert. Eine übertriebene Intimhygiene kann sogar Pilzinfektionen befördern. Klares Wasser reicht absolut, um den Intimbereich zu reinigen. Aber Finger weg von Vaginalduschen, die irritieren in den meisten Fällen nur.

Quellen: 

Viva la Vagina! – Nina Brochmann, Ellen Støkken Dahl

Frauenblut – Manuela Kloibhofer

Sex und so –  Lydia Meyer

Ein offenes Buch – Lara Ermer

Apotheken-Umschau.de

femeda.de

 

 

Bild: @alvarocastrodesign via Instagram


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