Kautschukplantage

Kautschukplantagen für einhorn

Latex ist der Milchsaft des Kautschukbaumes. Momentan haben wir etwa 25 Kautschukplantagen in unserer Lieferkette.

Kai Sik Plantation ist unsere Partnerplantage. Kai Sik Plantage ist zwar eine relativ kleine Plantage, aber den einhorn Latexbedarf deckt sie bei weitem. Wir benötigen gerade mal 20% des Latexoutputs von der Plantage. Für Richter Rubber (unser Kondomproduzent) reicht der Output aber wieder nicht nicht. Er bräuchte eher so 13 mal den Output der Plantage.  Deshalb ist das auch gar nicht so einfach mit der Rückverfolgbarkeit, aber wir sind dran.  (Mehr dazu bei Lee Latex).

Latexgewinnung

Die Arbeiter auf den Plantagen – die Kautschukzapfer – ritzen die Baumrinde des Kautschukbaumes an und zapfen so den Latex. Dabei müssen sie besonders vorsichtig sein. Nehmen sie zu viel Baumrinde weg, verletzen sie den Baum. Nehmen sie zu wenig weg, kommt kein Latex raus. Wenn sie also genau richtig zapfen, fließt die Latexmilch aus dem Baum heraus und wird in kleinen Behältern aufgefangen. Am meisten Latex liefern die Bäume im Morgengrauen. Deswegen beginnt der Arbeitstag für die Zapfer auch um 05.30 Uhr morgens. Wenn die Behälter voll sind, sammeln die Zapfer den Latex ein und bringen ihn an eine zentrale Sammelstelle. Hier wird die gezapfte Menge gemessen und die Qualität des Latex geprüft.

Der größte Fairness-Bereich, den wir hier angehen wollen, liegt in der Verbesserung der Löhne. Vom Plantagenbesitzer erhalten die Arbeiter*innen den Mindestlohn. Das ist weder besonders gut, noch besonders schlecht. Wir führen gerade eine neue Prämienstruktur ein. Damit bekommen die Arbeiter*innen in Abhängigkeit von ihrer Arbeitszeit und Outputmenge durchschnittlich 15% mehr Gehalt im Monat.

Biodiversität

Biodiversität ist ein wichtiges Thema auf Kautschukplantagen, oder eigentlich generell in der Agrarwirtschaft, wo die meisten Produkte in Monokulturen angebaut werden. Wir wollen die Ökosystemdienstleistungen auf der Plantage wieder herstellen. Es sollen mehr und ökologische wertvolle Pflanzen auf der Plantage wachsen. Die unterschiedlichen Pflanzen sollen  vielen einheimischen Tieren wiederum Lebensraum bieten, den sie dringend benötigen.

In unserem Pilotprojekt verzichten wir auf der Hälfte der Plantage erstmal auf Agrarchemikalien wie Herbizide und Dünger. Im Laufe des Jahres wollen wir den Wasserlauf bepflanzen.