Fairstainability Ansatz

Wassss…? Du hast kein eigenes Baumwollfeld vor der Tür, nennst keine Kautschukplantage dein Eigen und bist auch nicht Besitzer*in von den entsprechenden Verarbeitungsanlagen? Dann liegt es wohl in der Hand von jemand anderem, dich mit Kondomen, Cups, Tampons und anderen Untenrumprodukten zu beglücken. Wär doch nice, wenn du dich ganz entspannt zurücklehnen kannst und weißt, wenn du es schon nicht selbst machen kannst, dann machen es andere für dich – und zwar ordentlich, nix mit Wischiwaschi und Halbherzigkeit.

Wir einhörner haben es uns zur Mission gemacht, alles für dich an Nachhaltigkeit aus den Produkten herauskitzeln, was geht. Das heißt für uns vor allem die Menschen fair zu bezahlen, die unsere Rohstoffe anbauen, Plastikverpackungen auf ein Minimales zu reduzieren und biologische Vielfalt auf den Feldern zum Summen und Sprießen zu bringen. Wir wollen maximal transparent sein bei allem, was wir tun, wollen allen Menschen auf Augenhöhe begegnen und nicht aufhören, bevor der letzte Zipfel von einhorn vor Nachhaltigkeit strotzt.

Nachhaltigkeit ist in aller Mund, hängt dir vielleicht schon aus Ohren raus oder räkelt sich – wenn du uns glaubst – inzwischen auch zwischen deinen Beinen. Aber irgendwie verstehen auch alle was anderes darunter. Hier mal 3 Wege, wie wir das bei einhorn mit der Nachhaltigkeit verstehen und angehen könnten:

Wir sitzen in unserem Berliner Office und kaufen fertige als nachhaltig betitelte Kondomrohlinge, Tamponrohlinge etc. ein. Wir organisieren eine Verpackung, kleben unser Logo drauf und fertig sind die einhorn Produkte.

Das Problem: Rohlinge zu kaufen, ist wie das Ende einer Geschichte zu lesen, ohne zu wissen, was vorher passiert ist und wer all diese Menschen sind, um die es geht. Wo kommen die Rohstoffe her, wie und von wem werden sie verarbeitet und welche Nachhaltigkeitsherausforderungen stecken dahinter? Das alles bleibt ein großes Mysterium. Dazu kommt: Für Tampons und Binden gibt es „nachhaltige“ Rohlinge, aber bei Kondomen sieht es bisher schlecht aus, denn nachhaltiger Kautschuk steckt noch in den Kinderschuhen (eigentlich noch nicht mal in Schuhen, eher in Badelatschen).

Unser Fazit: Der Ansatz ist schon mal ein guter Anfang. Wenn wir aber wirklich etwas in Sachen Nachhaltigkeit verändern wollen, ist es zu wenig.

Wir verlassen uns nicht auf den Kauf von „nachhaltigen“ Rohlingen, sondern wollen an der Nachhaltigkeit der Produkte selbst mitwirken. Dafür sitzen wir in unserem Berliner Office und überlegen uns, was auf den Kautschuk- und Baumwollplantagen und in der Verarbeitung anders laufen sollte.

Das Problem: Wir waren selbst nie auf den Plantagen, haben eigentlich keinen blassen Schimmer davon, welche Menschen alle an der Herstellung unserer Produkte mitwirken und wo die Herausforderungen liegen.

Unser Fazit: Hach verlockend ist es, davon auszugehen, unser theoretisches Wissen kann vor Ort wirklich etwas bewegen. Aber bringt es uns nicht viel weiter, nachzufragen und Anregungen zu geben? Sind nicht die wirklichen Expert*innen die Menschen, die genau das – wovon wir glauben eine Ahnung zu haben- jeden Tag machen?

Wir kaufen nicht nur Rohlinge ein, sondern wirken an der Nachhaltigkeit der Produkte selbst mit. Dafür fahren wir auf die Plantagen, reden mit den Menschen, fragen nach und versuchen alles zu verstehen, was mit unseren Produkten im Zusammenhang steht. Wir machen die Herausforderungen auf dem gesamten Lebensweg der Produkte auch zu unseren Herausforderungen und übernehmen Verantwortung. Verantwortung, an der Bewältigung der Herausforderungen in Absprache mit allen anderen Beteiligten mitzuwirken.

Das Problem: Das ist einfach verdammt viel Arbeit, kostet viel Geld und Zeit.

Unser Fazit: Das ist es uns wert. Wenn wir es so einfach wie möglich haben wollten, dann hätten wir das mit einhorn lassen sollen. Aber jetzt sind wir mittendrin, das einhornbaby ist schon in den Brunnen gefallen und wir bringen ihm das Fliegen bei.

Das klingt jetzt vielleicht so, als wären wir die absoluten goldgelockten Engelchen am Nachhaltigkeitshimmel. Schön wär´s. Um ehrlich zu sein, sind wir aber noch lange nicht dort angekommen, wo wir hinwollen. Wir versuchen aber, all unsere Vorhaben für euch transparent zu machen und versprechen euch, nicht aufzuhören, eh Menstruieren und Sex haben genauso nachhaltig ist, wie zu Fuß nach Barcelona in den Urlaub zu laufen.

Aber auch in Sachen Nachhaltigkeit ist ohne Moos nix los, oder?

Wohl wahr! Deswegen haben wir für uns einen Weg gefunden, uns das mit der Nachhaltigkeit leisten zu können.  50% der Gewinne behalten wir nicht für uns, sondern stecken sie in unsere Fairstainabililty- Arbeit.

Von dem Geld wird u.a. den Kautschukbäuer*innen 15% mehr Lohn gezahlt als sonst üblich und das CO2 ausgeglichen, was wir direkt und indirekt mitverursachen. Viel Geld fließt auch in den Aufbau und die Pflege von langfristigen Beziehungen zu unseren Partner*innen.

Aber Hand aufs Herz, letztendlich kommen unsere Gewinne natürlich nicht von irgendwoher, sondern von euch. Deshalb klopft euch mal eine ordentliche Runde selbst auf die Schulter. Genial, dass ihr das möglich macht!

Ihr könnt uns begleiten

Wir arbeiten außerdem gerade an einem System wie wir gut und transparent unseren Projekte widerspiegeln können. Habt ihr Ideen, wie wir unseren Fortschritt und das, woran wir gerade arbeiten, ohne viele Worte (also nicht wie hier mit all dem bla bla) abbilden können?

Sodass jeder gleich versteht: ah ok das macht einhorn gerade, das haben sie erreicht, das steht noch vor ihnen, und daran arbeiten sie gerade noch gar nicht. Transparenz ist uns wichtig.

Also dann schreibt, mailt, faxt uns oder schickt eine Brieftaube los. (P.S. Lasst das faxen lieber sein. Keine Ahnung wie das geht.)