Periods around the world: Uganda

Kopf- und Bauchschmerzen? Blut zwischen den Beinen? Die Menstruation ist ein Fluch – das glauben viele in Uganda.

Reynard ist 26 Jahre alt und arbeitet für die Gejja Women’s Foundation, im Süden des Landes.

Reynard: „Menstruation continues to be amongst the most challenging issues in Uganda. It is a topic that is rarely talked about, leaving girls in rural areas believing dangerous myths. For example, there is a cultural practice where girls shower in herbal medicine after their first menstruation, to be cleansed of curses that come with menstruation.”
(„Menstruation ist immer noch eines der heikelsten Themen in Uganda. Dass kaum darüber gesprochen wird, hat zur Folge, dass viele Mädchen teils gefährliche Mythen glauben. Nach der ersten Periode sollen Mädchen der Naturmedizin nach ein Bad in Kräutern nehmen, weil man annimmt, dass sie nur dadurch von einem Fluch befreit werden, den die Menstruation mit sich bringt.“)

Zwischen Mythen und Aufklärung

Viele glauben, dass Beschwerden wie Kopf- oder Bauchschmerzen ein Teil dieses „Menstruationsfluches“ sind. Die fehlende Aufklärung und Mythen um die Periode können teils folgenschwere Auswirkungen auf das Leben eines jungen Menstruierenden haben – insbesondere wenn es um das Thema Sex während der Periode geht.

Reynard: “Women and girls believe in other dangerous myths such as “you cannot get pregnant during menstruation”, even though there are possibilities of someone getting pregnant. They also believe that you cannot get HIV if you have sex when you are on your period. This in the end leaves girls with unwanted pregnancies and infections.”
(„Frauen und Mädchen glauben, dass sie während ihrer Menstruation nicht schwanger werden können, obwohl die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft sehr wohl besteht. Außerdem denken sie, dass sie sich nicht mit HIV anstecken können, wenn sie ungeschützten Sex während der Menstruation haben. Die Folge dessen sind ungewollte Schwangerschaften und Infektionen.“)

Menstruationsprodukte DIY

Ein großes Problem ist auch, dass Menstruationsprodukte für die meisten Menstruierenden schlichtweg nicht leistbar sind. Stattdessen kommen Teile von Schaummatratzen, Plastiktüten oder Bananenschale zum Einsatz – Materialien, die unhygienisch, unbequem und ineffizient sind. Manche Schülerinnen verpassen deshalb bis zu 20 % des Unterrichts im Jahr.

Reynard will das ändern. Sie klärt Schüler und Schülerinnen über die Menstruation auf – außerdem bringt sie anderen bei, wie man wiederverwendbare Binden aus farbenfrohen Stoffen näht – und das nicht nur Frauen und Mädchen, sondern auch Jungs und Männern. Weg von der Scham, hin zum stylischen Menstruationsaccessoire.

Reynard: “These classes involve both men and women, girls and boys, because we believe boys and men can be part of the fundamental change and help break the social norms and cultural beliefs. We believe in achieving a generation where menstruation never oppresses, isolates or shames a woman or a girl. When girls and women are empowered, when they are able to rely on themselves and their well-being is protected, they become agents of change in their communities.”
(„Dieser Unterricht richtet sich an alle – Männer, Frauen, Mädchen und Jungen – weil wir glauben, dass Jungen und Männer Teil einer fundamentalen Veränderung sind und dabei helfen, kulturelle Irrglauben zu bekämpfen. Wir glauben so eine Generation zu erschaffen, in der die Periode eine Frau niemals isoliert, entwürdigt oder beschämt.

© Gejja Women’s Foundation

Wenn wir es schaffen, Frauen zu empowern, auf sich selbst und ihre Gesundheit achten und über ihren Körper Bescheid zu wissen, vermitteln sie auch Wandel in ihrem sozialen Umfeld.“)

 

 

Hier gehts zur Webseite:
http://www.gejjawomenfoundation.org/index.html

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