Aus unserer Welt Vegan Magazin Kolumne: Wie angel ich mir einen Veganer?

Nachdem wir in der letzten Kolumne „Fairsexability“ gelernt haben, dass Veganer vermutlich den besseren Sex haben, stellt sich jetzt die Frage, wie man sich eine(n) Veganer(in) angelt. Nichts leichter als das. Als ausgewiesener Küchenpsychologe und Sisqó-Fan (ja, der mit dem „Thong Song“) weiß ich, dass nur die Tanzfläche die Wahrheit offenbaren kann.

Bereits Darwin stellte bei „Vögeln“ fest, dass Paarungstänze ein wesentliches Merkmal bei der Partnerwahl darstellen und bei entsprechend schlechter Performance das vögeln ausfiel. Aber auch Wissenschaftler, die sich mit echten Menschen beschäftigen (u.a. Brown und Fink) gehen davon aus, dass wir durch unseren Tanz die Qualität unserer Gene an paarungswillige Tinderlinge kommunizieren.

Nachdem ich mit meiner pseudo-wissenschaftlichen Kausalkette lückenlos belegt habe, dass der Tanzstil alles über das Sexualleben aussagt, wenden wir uns jetzt den Tanzerkennungsmustern von Fleischfressern versus Veganern zu.

Generell gilt, dass Frauen Männer auf der Tanzfläche bevorzugen, die einen höheren Testosteronwert haben. Bei Frauen hängt es davon ab, in welchem Menstruationszyklus sie sich befinden und vor allem wie sie ihre Hüften beim Tanz einsetzen. So finden Männer Frauen auf der Tanzfläche attraktiver, die ihre fruchtbare Phase haben. (Quelle Internet)

Demzufolge müssten männliche Veganer einen höheren Testosteronwert aufweisen und somit aggressiver tanzen und Veganerinnen müssten häufiger ihre Regel haben und ihre Hüften bewegen wie J-Lo zu ihren besten Zeiten. Hmmm. Irgendwie vertraue ich diesen Ableitungen nicht so ganz und versuche es mit einer Feldstudie im Berliner Nachtleben.

Die Wahrscheinlichkeit, etwas veganes auf der Tanzfläche in Berlin zu finden, ist in etwa so hoch, wie die Wahrscheinlichkeit, Quinoa in einem Bio-Supermarkt zu finden.

Schnell stellt sich die Frage, auf was man achten soll? Als Mann fokussiere ich mich erst mal auf Frauen, und versuche solche zu identifizieren, die besonders schwungvoll mit ihrem Hinterteil umgehen und dabei noch sexy aussehen. Zwei bis drei Frauen kommen in die nähere Auswahl und deswegen gehe ich schnurstracks, getrieben von meinem unerschöpflichen Wissensdurst, auf sie zu und stelle jeder von ihnen folgende drei Fragen: 1. Bist du gerade fruchtbar? 2. Bist du vegan? 3. Welche Note würden dir deine letzten zehn Sexualpartner auf einer Skala von Null bis Zehn geben?

Schnell fällt mir auf, dass Berlin-Kreuzberg vermutlich nicht der beste Ort für meine Feldstudie ist und ich ein weitere wichtige Variable bei der Auswahl beachten sollte. Zur eigenen Sicherheit: die männliche Begleitung.

Etwas gebeutelt ziehe ich mich zurück und versuche meine empirischen und praktischen Erkenntnisse in ein Generation-Y gerechtes Fazit zu gießen: Vermutlich sind die besten Tänzer auf der Tanzfläche Veganer. Vermutlich hat man mit ihnen den besseren Sex. Beweisen kann man das nicht. Allerdings sollte man in der Praxis nicht zu viele Fragen stellen und die Ansprache vermeiden, sofern ein anderer und vor allem größerer Primat sein Weibchen oder Männchen bereits markiert hat.

 

Ursprünglich geschrieben für das Welt Vegan Magazin.

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