einhorn Feminist Funding

Gemeinsam unterstützen wir feministische NGOs Nicht Patriarchy, sondern Padsyarchy

Frauen verdienen immer noch weniger als Männer, besitzen weniger Vermögen als Männer, sie stellen 90 Prozent der Alleinerziehenden, beziehen im Alter nur halb so viel Rente, sind öfter von Altersarmut betroffen und jeden dritten Tag versucht ein Mann, eine Frau zu töten. Gleichberechtigung existiert nur in der Theorie – in Wahrheit leben wir in einer patriarchalen Welt, wo die Macht und die Ressourcen in den Händen einer privilegierten Minderheit konzentriert bleibt. Schwarze Menschen und People of Color, Menschen mit Behinderung, Frauen und Menschen aus der Arbeiter*innenklasse (die überwiegend weiblich und nicht-weiß ist), bleiben aus vielen Sphären der Macht ausgeschlossen ,. Dagegen möchten wir aktiv angehen und Aktivist*innen, NGOs und anderen Initiativen in ihrem Kampf gegen patriarchale Strukturen unterstützen. Es ist leider so, dass gerade die Menschen, die mit Herzblut und Expertise für Gerechtigkeit  und die Rechte marginalisierter Personen kämpfen die sind, die am prekärsten bezahlt werden. Das muss sich ändern und dafür möchten wir uns einbringen.

Gleichzeitig sind wir ein kleines Start-Up in Berlin und haben den viel größeren Hebel, wenn wir andere Unternehmen dazu inspirieren, in diesen oder einen eigenen Femfund einzuzahlen. Unternehmen tragen eine Verantwortung und sollten nicht nur das vergesellschaftlichen, was ihre Produktionen hinterlassen, nämlich zum Beispiel Umweltbelastungen, CO2, Müll, sondern auch ihre Gewinne. Wenn ihr ein Unternehmen seid und Lust habt, in den FemFund einzuzahlen, meldet euch unter feministfunding@einhorn.my. Wir freuen uns auf euch!

 


Mystisches Wesen mit Schid: Wir suchen dich!

Intersektional feministische NGOs/Initiativen/Aktivist*innen – bewerbt euch jetzt / apply now!

Open call – Bewerbungsphase 01.08. – 15.09.2022.

Welche intersektional feministischen Aktivist*innen und NGOs Budgets aus dem FemFund bekommen, entscheidet allein das unabhängige Gremium (s.u.). Du kannst Dich und/oder Deine Organisation oder Initiative zwischen dem 01.08.2022 und dem 15.09.2022  anmelden.  

Jetzt bewerben:  Bewerbungsfragebogen auf Deutsch
Apply now: Application form in English

Wie viele Einzelpersonen/Organisationen ausgewählt werden und wie hoch die einzelnen Fundings ausfallen werden, entscheidet das Gremium, sobald die Bewerbungen vorliegen und der Endbetrag des FemFunds feststeht. Die Durchsicht der Bewerbungen und die Auswahl ist aktuell für Oktober/November 2022 geplant. Spätestens im Januar 2023 sollen die ausgewählten Aktivist*innen und/oder NGOs und Initiativen bekannt gegeben und der FemFund 2022 ausgeschüttet werden. Da wir zum allerersten Mal einen solchen Prozess organisieren, bitten wir um Verständnis, sollte sich dieses Timing verändern. Falls dies passieren sollte, werdet ihr auf dieser Seite entsprechende Infos erhalten.

Solltet ihr weitere Fragen haben, schreibt uns gern an feministfunding@einhorn.my.

Please don’t hesitate contacting us with your questions via mail feministfunding@einhorn.my.

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen und bedanken uns im Vorfeld dafür, dass ihr euch in Anbetracht eurer limitierten Ressourcen die Zeit genommen habt, euch für dieses Projekt zu bewerben.

 


Das Gremium

Unsere Expert*innen entscheiden über die Vergabe der Spendengelder

Um die Spenden fair zu vergeben, haben wir 3 Expert*innen gebeten, den Prozess zu leiten. Anhand gemeinsam definierter Kriterien für die Vergabe wählt das Gremium die Individuen/NGOs aus. Dies geschieht komplett autark und unabhängig von einhorn.

Der Prozess wird transparent gestaltet und dokumentiert, damit möglichst viele andere Unternehmen dazu inspiriert werden, in den FemFund einzusteigen!

Profilbild von Emilia Roig.

Dr. Emilia Roig ist eine renommierte Expertin für Intersektionalität, Vielfalt, Gleichberechtigung, Inklusion und Antidiskriminierung, die sich für soziale Gerechtigkeit in Deutschland und Europaweit einsetzt. Sie verändert den Diskurs über systemische Ungleichheiten und Diskriminierung, unter anderem durch die Gründung des in Berlin ansässigen Center for Intersectional Justice (CIJ) seit 2017, durch die neueste Veröffentlichung ihres Buches WHY WE MATTER, und durch ihre zahlreichen Vorträge und hochkarätigen Beratungsleistungen.

 

 Profilbild von Kristina Lunz

Kristina Lunz ist Mitbegründerin und co-CEO des Centre for Feminist Foreign Policy. 2019 wurde Kristina auf die “30 under 30” Liste des Forbes Magazins gesetzt und drei Monate später ebenfalls auf die DACH – 30 under 30 Liste von Forbes. Sie ist eine Atlantik Brücke Young Leader, Ashoka Fellow, Gates Foundation SDGs Goalkeeper Advisor Group Mitglied und BMW Foundation Responsible Leader. Kristina Lunz baute als Beraterin des Auswärtigen Amts das Netzwerk des Außenministers ‘Unidas’ auf. Sie ist eine mit dem Menschenrechtspreis ausgezeichnete Campaignerin, Keynote Speakerin und Aktivistin. Da ihr Bildungsgerechtigkeit am Herzen liegt, spricht Kristina auch regelmäßig über ihren Werdegang – das “Arbeiterkind vom Dorf, das in Oxford studierte”. Sie studierte Diplomatie, Menschenrechte und Psychologie neben Oxford auch in London und Stanford.

 

 Profilbild von Raul Krauthausen

Als Inklusions-Aktivist und Gründer der SOZIALHELDEN, studierter Kommunikationswirt und Design Thinker arbeitet Raul Krauthausen seit über 15 Jahren in der Internet- und Medienwelt. Seit 2011 ist er Ashoka Fellow und engagiert sich bei den SOZIALHELDEN. 2013 wurde Raul Krauthausen mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet und im Januar 2014 veröffentlichte er seine Biographie „Dachdecker wollte ich eh nicht werden – Das Leben aus der Rollstuhlperspektive.

 


Unser Spendenziel

Mit jedem verkauften Einweg-Periodenprodukt kommen wir dem Spendenziel näher.

Schau mal, so viel Geld wurde seit dem 01.05.2022 gesammelt:

Jedes Mal, wenn ein einhorn Einweg-Periodenprodukt über’s Kassenband flitzt, fließen 50% der Profite in den Femfund! Egal ob Tampons, Slipeinlagen oder Binden – mit jedem Produkt unterstützt du uns dabei, dass wir die Klinge schleifen, um am Thron des Patriarchats zu sägen! Wie viel Geld im FemFund landet, ist abhängig davon, wie viele Produkte wir verkaufen – mindestens rechnen wir aber mit einer Summe von 50.000 Euro pro Jahr!

“Aha und wie berechnet ihr das?” wirst du dich jetzt vielleicht nicht fragen, aber wir erklären es dir trotzdem. Am Ende jedes Monats schreibt uns David aus der Logistik, wie viele der Einweg-Periodenprodukte, die unser neues FemFund-Design tragen, wir verkauft haben. Von diesen Umsätzen ziehen wir die Produktionskosten und 50% unserer monatlichen Kosten (z.B. Büro- und Lagermiete, Gehälter, Produktionskosten) ab. Warum nur 50%? Für die andere Hälfte unserer Kosten müssen die Kondome aufkommen – Periode und Kondome teilen sich bei uns Mental und Financial Load gleichberechtigt auf, is ja klar. Naja und die gute alte BWLer*innen-Weisheit ist:

Wenn man von den Umsätzen die Kosten abzieht, erhält man den Gewinn. Die eine Hälfte dieses Gewinnes fließt dann in einen Topf, aus dem wir neue Projekte im Bereich Mehrweg-Periodenprodukte finanzieren, denn die Zukunft für uns ist ganz klar Mehrweg! Na und die anderen 50% der Gewinne fließt direkt in das Feminist Funding!

Wichtig: Bei den Kosten beziehen wir uns auf eine Kostenschätzung auf Basis unserer Kosten 2021. Am Ende des Jahres 2022 wird dieser Betrag noch einmal mit den tatsächlichen Kosten abgeglichen und der Spendenbetrag ggf. angepasst.

 


Unser Plan

Hier siehst du, wie der Spenden-Verteil-Prozess ablaufen wird und wo wir gerade stehen

 

 

Mehr Infos

  • Auf unserem Instagram Account @einhorn.berlin findest du ein Story-Hightlight über wichtige Fragen zum Feminist Funding.
  • Im Rahmen des TV-Formats “plan b” hat das ZDF über das Feminist Funding berichtet, den Beitrag findest du hier (klick auf das Bild – Quelle: ZDF).