Das Leben eines einhorns

Schaubild der nachhaltigen Wertschöpfungskette unserer einhorn Kondome

Illustration von Sandra Bayer Agroforstwald1. Agroforst-Plantagen

Der Hauptbestandteil unserer Kondome ist die milchige Flüssigkeit, die beim Anritzen eines Kautschukbaums austritt – Latex. Kautschukbäume wachsen entlang des Äquators, wo es das ganze Jahr über heiß und feucht ist und weltweit die höchste Biodiversitätsdichte herrscht. Wir beziehen unseren Latex von Bäuer:innen, die ihre Kautschukbäume in Agroforstsystemen anbauen. Dabei wächst nicht, wie in klassischen Monokulturen, nur eine Sorte auf dem Stück Land, sondern viele verschiedene Bäume und Pflanzen. Die Bäuer:innen bekommen von uns eine Prämie für den Latex gezahlt.

2. SammelstellenIllustration von Sandra Bayer Kautschuk-Sammelstellen

In den frühen Morgenstunden werden die Bäume angezapft und der Latex tropft über mehrere Stunden in kleine Becher. Die Bäuer:innen sammeln den Latex ein und transportieren ihn in verschließbaren Fässern zu derzeit drei Sammelstellen. An diesen wird der Latex (in der Einheit DRC = Dry Rubber Content) gewogen und mit Ammoniak versehen (damit er nicht verhärtet, sondern flüssig bleibt). Hier erhalten die Bäuer:innen auch den Preis und die Prämie für ihren Latex.

Dann geht´s für den Latex weiter zur Latexverarbeitung.

Illustration von Sandra Bayer Latexverarbeitung

3. Latexverarbeitung

Hier wird der Latex nochmal genauer auf seine Eigenschaften getestet. Dann wird er in Zentrifugen richtig durchgeschleudert, sodass überschüssiges Wasser und Schmutzpartikel entfernt werden. Das verbraucht ziemlich viel Wasser, da die Zentrifugen (mit denen übrigens auch Käse hergestellt werden könnte ;)) alle 3 Stunden ausgespült werden müssen, um nicht zu verkleben. Das Wasser wird in einer eigenen Aufbereitungsanlage wieder gefiltert. Der dickflüssige Latex muss noch ein paar Wochen reifen und wird dann mit LKWs über die Grenze nach Malaysia gebracht.

 

4. Kondom-ProduktionIllustration von Sandra Bayer Kondomproduktionsgebäude außen

Der Latex wird bei Richter Rubber Technology in Empfang genommen und unsere kleinen einhörner entstehen.

Dazu werden Glaskolben in eine Latexbecken getaucht. Eine Maschine bringt den Rollrand an die Kondome an. Anschließend wird das fast fertige Kondom bei hoher Hitze vulkanisiert. Vulkanisation nennt man den unter Hitze und Druck stattfindenden Prozess um Latex widerstandsfähig zu machen. Und jetzt kann man endlich sagen: Ein einhorn ist geboren, ein Wunder geschehen. Alle einhörner werden anschließend elektronisch getestet und mit Feenstaub und etwas Gleitgel versehen. Vor Ort werden die vielen kleinen einhörner noch verpackt und dann über den Hafen in Penang zu uns nach Deutschland geschifft.

5. einhorn-Höhle

einhorn Logo

Und was machen wir in der einhorn Zentrale? Wir lassen einhörner fliegen, Tauben tanzen und am besten alles mit Glitzer. Ja und dann kümmern wir uns noch darum, dass jeder, der einhörner bestellt, auch welche bekommt, dass am liebsten alle Menschen einhörner benutzen und natürlich, dass wir langfristig dazu beitragen, unsere Wirtschaft umzukrempeln.

Regenerative Rubber Initiviate

Regenerative Rubber Initiative

Ein großer Meilenstein in der einhorn Geschichte ist erreicht. Nach jahrelanger Vorbereitung haben wir unseren nachhaltigen Agroforst-Latex auch anderen Kondommarken verfügbar gemacht. Damit konnten wir uns einen großen Fairstainability Traum erfüllen und gemeinsam einen größeren positiven Impact generieren. Vielen Dank an alle, die diesen Traum mit uns möglich gemacht haben.

Unser Reinvest

Fairstainability Report 2020

Unsere einhörner verhelfen dir nicht nur zu safer sex und schützen vor ungewollten Schwangerschaften. Neben einem coolen Produkt und dem direkten Einfluss in unserer Lieferkette setzen wir uns auch für systemische Veränderungen ein. Zu denen zählen wir eine diskriminierungsfreie Gesellschaft, wirtschaftlichen Wandel, Transparenz und soziale Gerechtigkeit.

Illustrationen von Sandra Bayer