Ja, ich will. einhorns Klimaversprechen bis 2025

Was willst du alles bis zum Jahr 2025 in Sachen Nachhaltigkeit für unsere Erde getan haben?
Puhh, konkret jetzt? So richtig einzelne Maßnahmen und Schritte? Ja, kein Plan…
Allein schon auf persönlicher Ebene ist das schwer zu beantworten und dann stell dir mal die komplexen Ausmaße bei einem ganzen Unternehmen vor… Aijaijai.

 

Wir haben vor kurzem den “Entrepreneurs for Furture” Pledge unterzeichnet. Das ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, die – ihr könnt es euch schon denken – genau wie die streikenden Schüler*innen von der Politik mehr Handlung für eine klimagerechte Zukunft fordern.
Hand in Hand mit dieser Unterschrift geht ein Klimaversprechen, das wir bis zum Jahr 2025 abgeben sollen. 2025? Das ist im einhorn Kosmos ungefähr eine Milliarde Lichtjahre entfernt. Wie sollen wir denn bis dahin planen? Wir wissen ja noch nicht mal, was in drei Monaten sein wird.
Und was konkret wollen wir denn eigentlich der Um und-Mitwelt zu Liebe versprechen? Eigentlich arbeiten wir im Fairstainability Team doch jeden Tag daran, unserer Erde bestmöglich das kugelige Bäuchlein zu pinseln. In Wirklichkeit haben wir bei einhorn nicht ein Klimaversprechen, sondern hunderte und das schon seit unserer Gründung. Wir wollen Pionier sein, die Wirtschaft unfucken, andere inspirieren und eine Bewegung ins Leben rufen, die zeigt, Wirtschaft geht auch für die Umwelt, nicht nur dagegen. Wie brechen wir das jetzt runter auf ein paar weiße Word-Seiten?

 

Wir probieren es mal. Also Äuglein gespitzt, es geht los:

 

Die Kondome

Wir wollen, dass die Kautschukbäume, aus denen der Latex für unsere Kondome gewonnen wird, kein einsames Dasein als Monokultureinsiedler fristen. Stattdessen sollen sie sich frei entfalten in einer Community aus ganz vielen verschiedenen Pflanzen und Lebewesen. So richtig ihre Hippie-Seite in sich entdecken, ein bisschen frei drehen und eins mit der Natur werden – fernab von künstlichen Düngern und Pestiziden. Also auch noch bio. Der Agroforst-Anbau ist dahingehend der richtige Ansatz, glauben wir. Doch wie lässt sich diese Idee zwischen Wald und Kautschukanbau konkret anwenden? Daran arbeiten wir zusammen mit Kleinbäuer*innen und der Wissenschaft. Bis 2025 wollen wir dahingehend konkrete Maßnahmen definieren, sodass uns andere easy kopieren können.
Im besten Fall wollen wir dieses Wissen nicht für uns behalten, sondern in einer Art Wissenszentrum für fairstainable Kautschukanbau mit anderen teilen.
Wir wollen also die eierlegende Wollmilchsau im Kautschukanbau: Der Kautschuk soll nicht nur biologisch angebaut sein, sondern trägt auch noch zur Aufforstung in seinem Ursprungsland bei und schützt dabei das Ökosystem.

Das alles wollen wir nicht nur auf der Mikro-Ebene, also in unserer Lieferkette, sondern es soll auch auf der Markoebene Früchte tragen, indem andere bei diesem Ansatz mitziehen.

Die bloody products

Die rosigste aller Perioden-Fairstainability-Fantasien, ist es, den wiederverwendbaren Cups in die breite Masse und nicht nur in die Berliner Hippie-Hipster-Blase zu tragen. Vielleicht bist du an dieser Stelle ja sogar bereit für ein kleines einhorny Geheimnis: Langfristig wünschen wir uns, einige unsere eigenen Produkte selbst abzuschaffen. Denn vielleicht kann sich der Cup ja in so viele Unterhöschen vorkämpfen, dass wir unsere Wegwerfprodukte à la Tampons und Binden gar nicht mehr brauchen? Bis es soweit ist, sollen sie zumindest zu 100% aus der nachhaltigsten Bio-Baumwolle bestehen, die wir in unserer Galaxie ausfindig machen konnten (der Traumwolle von Remei). Die Baumwolle soll euch und eurem Körper guttun und der Umwelt. Wir wollen außerdem den Bio-Landbau in Tansania unterstützen. Im Traum aller Träume, schaffen wir es sogar, dass sich aus der Arbeit mit unseren Baumwoll-Untenrumprodukten auch ein paar Synergien für die Textilbranche in Sachen fairstainble Wertschöpfungsketten ergeben.

Verpackungen, Verpackungen und Verpackungen

Wir wollen so wenig Verpackungsmaterialien wie möglich verwenden und wenn dann nur Verpackungsmaterial einsetzen, das, a) aus nachwachsenden Rohstoffen und oder recycelten Materialien besteht und das b) selbst wieder leicht zu recyceln ist. Wenn Verpackungen nicht zu vermeiden sind, kompensieren wir die Müll- und Schmutzfinke, die wir in die Welt gesetzt haben, zu 100%. Z.B. durch ein Müllsammelprojekt an den Stränden von Malaysia.

Außerdem wollen wir weiter an der kontinuierlichen Reduzierung unseres CO2-Abdrucks arbeiten. Auch da ist die Devise, wie beim Sex mit Kondom, lieber vorsorgen, als am Ende bedröppelt auf das Ergebnis gucken. D.h. an erster Stelle CO2 vermeiden und wo das nicht geht, heißt es kompensieren, kompensieren, kompensieren.

Übers Versprechen und Brechen

Das sind so die konkreten anfassbaren Ziele. Wir hoffen die meisten schon weit vor 2025 zu erreichen.
Nun können wir versprechen, zu versprechen, kein Versprechen mehr zu brechen und auf keiner Party mehr zu brechen. Aber vielleicht sind wir auch in zwei Jahren pleite (auf keinen Fall) oder haben schon alles erreicht und die Welt ist gerettet (das wäre zu gut) oder wir bieten andere Produkte oder Dienstleistungen an (das kann schon sein)… Vielleicht werfen wir also all unsere aktuellen Klimaversprechen über den Haufen und haben ganz andere… Ein bisschen ist es mit diesen Klimaversprechen doch wie mit einem Mann Anfang 40, der seinen Friseurbesuch in 5 Jahren plant. Kann er wissen, ob er bis dahin graue Haare hat, sich nach einer Mid Life Crisis der Dreadlock-Hippie-Bewegung anschließt oder eine kahl glänzende Platte durch die Gegend trägt?

Also mal Versprechen hin oder her, wir sind dafür angetreten, Gewinne zu machen und mit diesen Gewinnen Gutes zu tun. Und so lange auf der Welt noch so viel schief läuft in Sachen Klima und Co., haben wir noch einiges zu tun.

Dir fehlt was? Dann melde dich gerne. Vielleicht haben wir ja was Grundlegendes vergessen (bestimmt – ist ja auch Freitagnachmittag)?

Share this madness:

One reply on “Ja, ich will. einhorns Klimaversprechen bis 2025

  • Ihr trackt leider

    Hello ihr Sweet Hearts!

    Bombenkonzept! Lasst mal alles so stehen.
    Aber bei der Verpackungs-Abteilung reicht mir das „nachwachsend“ (oder recycelt) noch nicht.
    Ich würde ergänzen: Nachwachsend in Bio-Anbau. (Weil so Gentütchen um die Binden weniger Laune macht) und wenn es recycelt ist, dann nur, wenn das von der Schadstofffreisetzerei Sinn ergibt.

    Ihr seid zum knutschen und meisten auch zum schießen!

    Danke für Eure Arbeit!

    Fan *wink, hüpf*

    Antworten

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.