Wie finde ich den Richtigen? Der Papperlacup-Größen-Guide

Size matters

Rauszufinden, welche Größe dein Papperlacup am besten haben sollte, ist wichtig, damit du in den vollen Genuss seiner Vorteile kommst. Mit Hilfe dieses kleinen Größen-Guides kannst du ganz einfach herausfinden, ob du Größe S oder Größe M brauchst. 

Kann man da denn so viel falsch machen?

Wir wollen, dass du mit deinem Papperlacup glücklich wirst und er dich viele Jahre begleiten wird. Und ein Cup, der nicht passt, bringt niemandem was. Vor allem, wenn du vorher noch keinen Cup benutzt hast, musst du dir am Anfang vielleicht noch ein bisschen mehr Zeit nehmen, um deinen Körper kennenzulernen.

Los geht’s!

Bei der Wahl der Größe gibt es verschiedene Faktoren: Länge deiner Vagina, Blutungsstärke, vergangene Schwangerschaften und Alter. Wir fangen mit dem wichtigsten Kriterium an und enden mit den nebensächlichsten.

1. Länge deiner Vagina

Holt das Lineal raus, hier kommt das Pendant zum Schwanzvergleich. Kleiner Scherz! Damit der Cup gut sitzt, ist es wichtig, dass er komplett in deine Vagina passt. Du führst also deinen (sauberen) Zeigefinger ein. Damit ertastest du nun deinen Muttermund. Der fühlt sich ein bisschen so an wie die Nasenspitze.

Wenn du den Muttermund  ertasten kannst, ohne deinen Finger sehr tief einzuführen, dann ist der Cup in S für dich der richtige. Wenn du den Muttermund mit deinem Finger nicht ertasten oder erahnen kannst, dann ist der Cup M für dich geeignet. 

Du bist dir immer noch nicht ganz sicher?

Dann geht es hier ins Detail: Führe den Zeigefinger ein, dann nimmst du den Daumen der gleichen Hand  und markierst dann damit einfach den Punkt, bis zu dem du deinen Finger einführen konntest bis du den Muttermund gespürt hast.  Dann misst dann die Länge von diesem Punkt bis zur Fingerspitze. Kannst du den Muttermund nicht ertasten, dann hast du vermutlich eine lange Vagina.

Unser  Papperlacup S ist 69,7 mm (ohne Stiel: 49,7 mm) lang und unser Papperlacup M 77,1 mm (ohne Stiel 54,9 mm). Du kannst den Stiel  problemlos abschneiden oder kürzen, das machen viele Menstruierende. Um die richtige Größe zu finden, ist es wichtig, dass der Cup-“Körper” bequem in deine Vagina passt.

Beispiel:  Wenn du gemessen hast, dass deine Vagina 6 cm lang  ist, dann solltest du dich lieber für den  Cup S entscheiden und den Stiel abschneiden. Aber wenn du deinen Muttermund gar nicht ertasten kannst und deine Vagina dementsprechend lang ist, sagen wir 8 cm, dann ist vermutlich der Cup M für dich der richtige und du musst den Stiel noch nicht mal unbedingt kürzen. Ein zu kleiner Cup könnte nämlich schwer zu packen sein. Ach so, den Stiel bitte nur dann abschneiden, wenn du den Cup grade nicht trägst. 

PS.: Es ist übrigens am besten, während der Periode zu messen, da sich der Stand der Gebärmutter im Laufe des Zyklus verändern kann.

2. Blutungsstärke

Der aufregendste Teil wäre hiermit geschafft.  Jetzt geht es um deine Blutungsstärke. Wenn du vorher Tampons oder Binden benutzt hast, ist es manchmal etwas schwierig abzuschätzen, wie stark oder schwach der eigene Flow ist. Beim Cup hast du da schon eher den Überblick. Trotzdem als Richtwert: Wenn du eine eher schwache Blutung hast, wählst du den Papperlacup in S, wenn du eine starke Blutung hast, den in M. Der Papperlacup in S fasst 17 ml und der in Größe M 26 ml – zum Vergleich: ein normalo Tampon nur ungefähr 9-12g.

3. Stärke des Beckenbodens

Für die Wahl der richtigen Größe ist es auch wichtig, wie stark dein Beckenboden ist. Bei einem starken Beckenboden würden wir dir eher den Cup in größe S empfehlen, bei einem nicht ganz so starken aber auf jeden Fall den in Größe M, es sei denn deine Blutung ist eher schwach und der Muttermund niedrig. Wie findest du jetzt heraus, ob dein Beckenboden trainiert ist oder nicht? Wenn du viel Yoga oder Sport machst, bei dem der Beckenboden trainiert wird, wie zum Beispiel Reiten oder Pilates, ist dein Beckenboden vermutlich stark. Wenn du manchmal ein Tröpfchen verlierst, wenn du Treppen steigts oder hustest, dann ist der Beckenboden eher etwas schwächer. 

Tip: Man kann den Beckenboden übrigens auch trainieren. Dazu aber ein anderes Mal mehr. 

 

 

Zusammenfassung please?

Der Papperlacup in Größe S ist für dich richtig wenn:

  • du eine eher kurze Vagina hast / dein Muttermund tief sitzt
  • du eine eher leichte bis mittlere Blutung hast
  • du einen starken Beckenboden hast

 

Der Papperlacup in Größe M ist für dich perfekt wenn:

  • du eine lange Vagina / dein Muttermund hoch sitzt hast
  • du eine starke Blutung hast
  • du einen eher schwachen Beckenboden hast

 

Jetzt kennst du alle Kriterien und kannst dir dementsprechend den Papperlacup in der richtigen Größe besorgen. Ach so, den Papperlacup in S  kannst du hier kaufen und hier den in M  😉

P.S.: du bist dir immer noch zu unsicher um dir den Papperlacup zu holen. Na gut. Dann haben wir noch für dich unser Papperlacup Größenquiz.

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3 replies on “Wie finde ich den Richtigen? Der Papperlacup-Größen-Guide

  • Anna

    Danke, dass es da endlich Mal ein Update gibt 🙂 jetzt ist nur das Problem, dass sich die Höhe/Lage des Muttermundes während des Zyklus verändert. Habe ich also bei einem Mal messen einen leicht zu erreichenden, habe ich an einem anderen Tag kein Erfolg bei der Suche nach dem Muttermund. In der Facebookgruppe Menstruationstasse (Erdbeeren Bild) gibt es echt gute Anleitungen und Orientierungen zum passenden Cup finden. Vielleicht könnt ihr da noch Mal schauen! Grüße!!

    Antworten
  • Johanna Himmelsbach

    Hallo, ich habe 3 Jahre einen Cup benutzt und war sehr zufrieden damit.
    Nun habe ich mir eine Kupferspirale legen lassen.
    Kann ich in Kombination mit der Spirale immernoch einen Cup benutzen?
    Ich würde mich über eine positive Antwort freuen.
    Liebe Grüße 😊

    Antworten
    • Carola

      Hey,
      ich habe diese Frage meiner Frauenärztin gestellt und sie hat es bejaht 🙂
      Eventuell sollte der Rückholfaden dafür noch etwas gekürzt werden. Sprich einfach dein*e Ärzt*in darauf an.
      LG

      Antworten

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