Prostaglandine, Uterus und Darm – Ein schwer verdaulicher Krimi

Uterus und Darm

Ich habe es nicht erwartet, aber ihr habt eure Darm-Dramen mit uns geteilt: Durchfall, Blähbauch und Verstopfungen sind eure brisanten Kapitel! Damit seid ihr zum einen keinesfalls allein und zum anderen gibt es für diese Vorkommnisse ganz natürliche und einfache Erklärungen:

Prostaglandine sorgen während der Periode für die Krämpfe im Uterus. Die Gewebehormone befehlen dem Körper zu krampfen und sich zusammen zu ziehen. Leider wirken die Hormone aber nicht nur auf den Uterus sondern auch auf den Darm. Dadurch wird die Verdauung angeregt und es kommt zum Durchfall!

Aber keine Sorge, Hilfe naht:

Bei dringenden Fällen könnt ihr Kohletabletten zur Hilfe nehmen. Die bekommt ihr in gut ausgestatteten Drogeriemärkten und in Apotheken. Die Tabletten binden den Stuhl und bringen so eure Verdauung wieder auf Kurs. Dabei solltet ihr jedoch berücksichtigen, dass Kohletabletten auch Medikamentenbestandteile aufnehmen können und dies auch für die Pille gilt. Daher bitte in der Apotheke ausführlich informieren und zusätzlich verhüten.

Eine natürlichere Alternative kann Kurkuma sein. Wenn ihr den vor und während der Periode einnehmt, wirkt er gegen die Prostaglandinen. Vorteil davon ist, dass nicht nur die Krämpfe im Darm sondern auch die im Uterus verringert werden können. Kurkuma könnt ihr super gut in Smoothies, Säfte und Tees mischen, aber auch als Gewürz verwenden.

In diesem Artikel findet ihr auch einige Infos dazu, dass Ibuprofen eine ähnliche Wirkung auf die Prostaglandinen haben soll. Bei der reinen Schmerzverringerung während der Periode raten wir zwar nicht zu Ibuprofen, jedoch macht es im Hinblick auf die Verdauung durchaus Sinn. Wenn ihr also zu Beginn der Periode eine Ibuprofen nehmen wollt, ist das keinen Falls schädlich. Denkt bitte dennoch darüber nach, dass sowohl die Kohletabletten als auch die Ibuprofen medizinische Substanzen sind, die ihr eurem Körper nicht dauerhaft zuführen solltet.

 

Jetzt wo ihr nicht mehr schnell auf die Toilette flitzen müsst, kommen wir mal zu dem Punkt, wo ihr euch wünscht ihr müsstet mal: Verstopfungen und Blähbauch sind an der Tagesordnung. Einige Tage vor deiner Periode ist das Progesteron-Level sehr hoch. Progesteron befiehlt dem Körper sich zu Entspannen, ist quasi das Gegenteil von den Prostaglandinen.

Progesteron ist sogar so stark, dass es Frauen gegen Frühgeburten gegeben wird. Normalerweise wird die Verdauung durch wellenartige Muskelkontraktionen gesteuert. Progesteron verlangsamt diese Bewegungen und setzt damit die normale Geschwindigkeit des Darms außer Kraft. Verstopfungen und Blähbauch halten an! Während der Periode sinkt Progesteron dann wieder rapide ab, weshalb dem Durchfall freie Bahn gegeben ist.

Anschwung für den Darm: 

Wenn ihr die Wellen der Darm-Muskeln wieder in Schwung bringen wollt helfen unter anderen Flohsamenschalen. Die könnt ihr unter euer morgendliches Müsli mischen oder in den Obstsalat. Dosierungsangaben findet ihr auf der Verpackung – können jedoch 1-2 Teelöffel am Tag sein. Darüber hinaus könnt ihr auch auf Trockenobst – sehr beliebt sind Pflaumen – zurückgreifen. Die machen sich ebenfalls hervorragend im Müsli oder Porridge und sind auch ein guter süßer Snack für zwischendurch.

Dabei solltet ihr immer ausreichend Wasser trinken! Sport und eine erhöhte Dosis Magnesium (400-800g am Tag) können ebenfalls die Verdauung ankurbeln. Wenn ihr es im nächsten Zyklus ausprobiert, lasst uns auf einhorn.period wissen, wie es euch hilft!

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